Dr. Nadja Badr Goetz
Fachdidaktikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Postanschrift:
Dr. Nadja Badr Goetz Beckenhofstrasse 35 8006 Zürich +41 43 305 66 46 nadja.badr@igb.uzh.ch Büroadresse: Stampfenbachstrasse 115 8006 Zürich |
Erreichbarkeit
Am besten erreichbar via E-Mail: siehe Adresse oben
Ansprechperson für Lehrveranstaltungen
Fachdidaktik Pädagogik und Psychologie
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Nadja Badr Goetz bildete sich am Zürcher Lehrer/innenseminar zur Primarlehrerin aus und unterrichtete während sechs Jahren an der Zürcher Volksschule. Aus Interesse an modernen Schulprojekten und Lehr-/Lernformen arbeitete sie während zwei Jahren an der Gesamtschule Erlen Dielsdorf.
Ihr sozialwissenschaftliches Studium absolvierte sie an der Universität Zürich. Sie studierte Psychologie, Pädagogik, Sonderpädagogik und Soziologie und schrieb 2001 ihre Diplomarbeit in Pädagogischer Psychologie bei Prof. Dr. H. Fend zum Thema „Gespräche zwischen Lehrenden, Lernenden und Eltern anlässlich des Übertritts von der 6. Klasse in die Sekundarschule.“
Es folgten drei Assistenzjahre am Höheren Lehramt Mittelschulen. Nadja Badr promovierte mit einer gymnasialpädagogischen Arbeit bei Prof. Dr. U. Ruf, Gymnasialpädagogik, Universität Zürich, und Prof. Dr. H. Mandl, Psychologie und Empirische Pädagogik, Ludwig-Maximilians Universität, München. In ihrer empirischen Dissertation "Das Dialogische Lernmodell. Grundlagen und Erfahrungen zur Einführung einer komplexen didaktischen Innovation in den gymnasialpädagogischen Unterricht" befasste sie sich exemplarisch mit einer modernen Lehr-/Lernform, bei der Lehrpersonen und Schüler/innen in einen intensiven schriftlichen und mündlichen Austausch über fachliche Inhalte treten und gemeinsam verschiedene Wege handlungskompetenter Zugänge und Lösungsmöglichkeiten untersuchen.
Parallel zur wissenschaftlichen Qualifikation erwarb Nadja Badr den Master of Advanced Studies in Secondary and Higher Education für das Fach Pädagogik und Psychologie. Seit 2004 unterrichtet sie dieses Fach an der Kantonsschule Limmattal, Urdorf.
Heute bildet Nadja Badr am Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik der Universität Zürich Lehramtstudierende aus, die
Pädagogik und Psychologie am Gymnasium
, an Berufsschulen oder anderen Schultypen unterrichten möchten. Als Fachdidaktikerin für Pädagogik und Psychologie bietet sie einen zweisemestrigen Basiskurs (
FD I
und
FD II
)
an, in welchem die wichtigsten Grundlagen des Unterrichtens bearbeitet und erprobt werden.
Zudem thematisiert sie in einem Vertiefungsseminar
Vertiefungsseminar
die Begleitung, Betreuung und Beurteilung von (sozialwissenschaftlichen) Maturarbeiten.
Nebenberufliche Tätigkeiten
Nadja Badr engagiert sich seit 2006 als Vorstandsmitglied des schweizerischen Pädagogik- und Psychologie-LehrerInnenverbandes PPV und in der Arbeitsgruppe Pädagogik & Psychologie der wbz.
Zusätzliche Qualifikationen in folgenden Bereichen
- Qualitative Inhaltsanalyse und Evaluation im schulischen Kontext (internationale, universitäre Kurse und Kongresse)
- Verfahren und Methoden der Lehr-/Lern- bzw. Unterrichtsforschung (internationale, universitäre Kurse und Kongresse)
- Projektmanagement und Betriebswirtschaft (Pro-Wiss, Universität Zürich)
- Fachliche Weiterbildungen für Psycholog/innen und Pädagog/innen (internationale, universitäre Kurse; Weiterbildungsangebote der schweizerischen Verbände der Pädagogik- und Psychologielehrpersonen, PPV und wbz)
- System- und lösungsorientierte Beratung (Universität Zürich und diverse spezialisierte Kursanbieter)
- Trainings- und therapiebegleitende Persönlichkeitsdiagnostik (Universität Osnabrück)
- Gesundheits- und arbeitspsychologische Beratung von Schulen und Lehrpersonen (Institut Coping, Wampersdorf)
Arbeitsschwerpunkte
- Ausbildung von Lehramtstudierenden (Fach Pädagogik & Psychologie)
- Aus- und Weiterbildung von Praktikumsleiter/innen (alle Fächer)
- Unterrichtscoaching
- Gesundheits- und arbeitspsychologische Beratung von Schulen und Lehrpersonen
Aktuelle Forschungsprojekte
- Fachliche und allgemeinbildende Erwartungen an das gymnasiale Unterrichtsfach Pädagogik & Psychologie aus der Perspektive der abnehmenden Institutionen, der Bildungsadministration, der Schulleitungen, der Lehrpersonen und der Gymnasiast/innen
- Selbstregulation von Gymnasiast/innen beim Schreiben von grösseren schriftlichen Arbeiten
Weiterbildungsangebote für Schulen, Fachschaften und Lehrpersonen
- Gesundheitsressourcen an Schulen und im Lehrberuf: Die Einstellung zum Lehrberuf, die Erfahrungen im Klassenzimmer und im Kollegium und die schulische Rahmenbedingungen beeinflussen das Gesundheitserleben von Lehrpersonen massgeblich. Die Erhaltung und Förderung der Lehrergesundheit erhält im derzeitigen Kontext eines hohen Belastungserlebens im Lehrberuf einen hohen Stellenwert. Im Rahmen dieses Schulprojektangebots werden die arbeitsbezogenen Verhaltenweisen und Erlebensberichte von Lehrpersonen erfasst. Die daraus resultierenden Daten ermöglichen schulspezifische Hinweise für gesundheitsfördernde Massnahmen.
- Maturarbeiten begleiten, betreuen und bewerten: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, geistes- oder sozialwissenschaftlich orientierte) Maturarbeiten erfolgreich zu unterstützen. Im Zentrum stehen Hinweise zur Förderung der Lese- und Schreibkompetenz sowie Ideen und Handreichungen zur gezielten Unterstützung verschiedener methodischer Verfahren. Zudem werden Kriterien der Leistungsbewertung vorgestellt und mögliche Standards zu den Berichten/Gutachten, die von den Betreuer/-innen verfasst werden, diskutiert.
Weiterbildungsangebote für Praktikumsleiter/innen und Mentor/innen
- Coaching im Praktikum: Praktikant/innen und Berufseinsteiger/innen profitieren einerseits von Unterrichtsvorbesprechungen und -nachbesprechungen und andererseits von gemeinsamen Unterrichtserfahrungen. Der Kurs zeigt auf, wie die Zusammenarbeit gestaltet werden kann und bietet Übungsmöglichkeiten zum Coaching im Praktikum und zur Beobachtung und Beurteilung von Unterricht.
Beratungsangebote für einzelne Lehrpersonen
- Einfach anfangen! Individuelles Coaching von Lehrpersonen, die in den Lehrberuf einsteigen.
- Gerne, gesund und gut unterrichten! Individuelles Unterrichtscoaching für erfahrene Lehrpersonen.
Bitte kontaktieren Sie Nadja Badr Goetz per E-Mail, um weitere Informationen zu diesen Kursangeboten zu erhalten (nadja.badr@igb.uzh.ch).
Referats- und Kursliste
| bis 2005 | diverse Referate in der Elternbildung zum Thema „Lernen unterstützen“ |
| 2001-2005 | diverse Referate an schulischen Weiterbildungen von Prof. Dr. U. Ruf zum Dialogischen Lernmodell |
| 2001-2005 | diverse Referate am IGB, an schweizerischen und deutschen Hochschulen zu einzelnen Aspekten der Dissertation „Das Dialogische Lernmodell“ |
| seit 2008 | diverse Referate an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen für Praktikumslehrpersonen, in der zürcherischen Schulleiterkonferenz und an schweizerischen Hochschulen über die berufspraktische Ausbildung am IGB |
| seit 2008 | Schulungen für Praktikumslehrpersonen zu den Themen „Lektionen vorbesprechen, begleiten und nachbesprechen“ |
| seit 2004 | diverse Referate und Weiterbildungsworkshops an der UZH, an einzelnen Schulen und in Fachverbänden von Lehrpersonen zum Thema „Sozialwissenschaftlich orientierte Maturarbeiten begleiten und bewerten“ |
| 2008 | Mitorganisation der ppp-wbz-Tagung vom 7./8./9. Februar 2008 zum Thema Gehirn und Geist und Referat zum Thema „Dies ist (k)ein Heilmittel. Konsultieren Sie vor und in Belastungssituationen eine neurowissenschaftliche Fachperson und lesen Sie die beiliegenden Fachbeiträge.“ |
| 2009 | Mitorganisation der PPV-Austauschtagung-Tagung vom 21./22. März 2009 und Referat zum Thema „Pädagogische Strömungen und Psychologische Richtungen im gymnasialen Pädagogik- und Psychologie-Unterricht“ |
| 2009 | agung für Praktikumslehrpersonen (Berufsbildung) vom 3. April 2009 mit Referat und Übungen zum Thema „Coaching & Beratung im Praktikum“ |
Publikationsliste
Badr Goetz, N. (2001). Gespräche zwischen Lehrenden, Lernenden und Eltern. Eine qualitative Analyse am Beispiel der Übertrittsgespräche anlässlich des Übertritts von der 6. Klasse in die Sekundarschule. Zürich: Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit am Pädagogischen Institut der Universität Zürich.
Badr Goetz, N. (2002). Übertrittsgespräche an der Zürcher Volksschule. FS&S aktuell, 1, S. 11-13. Zürich: Universität Zürich, Forschungsbereich für Schulqualität und Schulentwicklung.
Badr Goetz, N. (2002). Wie Eltern ihre Kinder beim schulischen Lernen unterstützen können. Schweizerische Fachzeitschrift für Elternbildung, 3, S. 5-8. Zürich: Schweizerischer Bund für Elternbildung.
Badr Goetz, N. (2002). "Deine Ideen interessieren mich" – Gespräche zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern. Die neue Schulpraxis, 10, S. 12-13.
Badr Goetz, N. (2002). Der rote Faden lösungsorientierter Gespräche. Die neue Schulpraxis, 11, S. 23-25.
Badr Goetz, N. (2003). Gelingende Beratungsgespräche. Die neue Schulpraxis, 1, S. 44-45.
Badr Goetz, N. (2003). Die vier Phasen eines Beurteilungsgespräches. Die neue Schulpraxis, 2, S. 56-57.
Badr Goetz, N. (2005). Das Dialogische Lernmodell. Gymnasialpädagische Fundierung, Implementierung und empirische Evaluation. Zürich: Dissertation an der Universität Zürich.
Badr Goetz, N. (2006). Weiterbildung zum Dialogischen Lernmodell. Beiträge zur Lehrerbildung, 24/2.
Badr Goetz, N. (2007). Das Dialogische Lernmodell. Grundlagen und Erfahrungen zur Einführung einer komplexen didaktischen Innovation in den gymnasialen Unterricht. München: Meidenbauer.
Badr Goetz, N. (2007). Pädagogik & Psychologie an Schweizer Gymnasien Fachdidaktische Überlegungen zur Entwicklung eines jungen Doppelfachs. PädagogikUnterricht, 2/3.
Badr Goetz, N., zusammen mit Pabst, E., Müller, C., Burri, K. und Müller, T. (2008). Die berufspraktische Ausbildung am IGB. Wegleitung und Instrumente zur Vorbereitung, Durchführung und Reflexion sowie zur Beratung, Beobachtung und Beurteilung von Unterricht auf der Sekundarstufe II. Zürich: Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik, Universität Zürich. Link zu unserer Wegleitung
Badr Goetz, N. (2009). Gemeinsam, konkret und einfach anfangen, dialogisch zu unterrichten. In: K. Maag Merki (Hrsg.). Kooperation und Netzwerkbildung (S.53-65). Seelze-Velber: Klett, Kallmeyer.
Badr Goetz, N. & Ruf, U. (2007). Das Lernjournal im dialogisch konzipierten Unterricht. In: C. Gläser & T. Hascher, Lerntagebuch und Portfolio (S. 133-148). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Ruf, U. & Badr Goetz, N. (2002). Dialogischer Unterricht als pädagogisches Versuchshandeln. Instruktion und Konstruktion in einem komplexen didaktischen Arrangement. In: R. Voss (Hrsg.), Unterricht aus konstruktivistischer Sicht. Neuwied: Luchterhand.
